Was ein Feldastronom ist Der Feldastronom ist - wie der Name schon sagt - ohne feste Sternwarte unterwegs in Feld und Flur und sammelt Photonen des Nächtens, um ein Stück weit die Faszination Weltall zu erkunden und zu dokumentieren! Wie beim Angeln z.B. auch, genieße ich auch die vielen unerwarteten Begegnungen der Nacht und fiebere nicht nur dem „Jagd“erfolg nach. Wer des Nächtens unterwegs ist, ist keineswegs allein und überwiegend zu Gast in einer fremden Umgebung und zu „fremden“ Zeiten! Es gibt zum Einen „Bewohner“, die hier ihr Dasein fristen und nachts unterwegs sind, weil sie hier leben, fressen, schlafen und brüten. Und auf den Feldern gibt es auch „Verdiener“, die hier ihren Lebensunterhalt verdienen und deren Interesse natürlich vor geht. Als Gast in einer fremden Welt - oder auch zwei fremden Welten, wenn man die irdische Nachtwelt und das Weltall als jeweils solche definieren will - bemühe ich mich stets eher stiller Beobachter zu sein und so wenig Einfluss wie möglich zu nehmen. Was mir mit spannenden Begegnungen hier und da gedankt wird, die man auch nur des Nächtens hat, wenn man eben wirklich nicht stört in der Umgebung! Keine Flurschäden, keine Wildvergrämung, keine Gruppenevents, kein Camping, meinen Müll nehme ich wieder mit und sofern jemand dort eigene Interessen hat, muss man nur mit mir reden und schon werde ich in begründeten Fällen dann auch Alternativen suchen. Und bevor ich irgendwo einfahre, prüfe ich selbstverständlich die Beschaffenheit des Untergrunds und ob möglicherweise Nester und/oder Kitze oder sonst was dort im Weg ist und Vorrang hat. Natürlich wird man bemerkt! Und natürlich reagiert man darauf. Die meisten Bewohner lassen sich jedoch nach kurzer Irritation dann nicht stören. Werden zum Teil sogar eher neugierig. Aus diesem Grund beziehe a) bereits im Hellen meinen Standplatz. Meiner Erfahrung nach erschrecken sich alle Beteiligten dann weniger und können ausweichen. b) Wechsele ich regelmäßig meinen Standort, um Gewöhnungseffekte zu vermeiden und jedem auch seine lieb gewonnenen Gewohnheiten zu ermöglichen. c) Bin ich wie gesagt auch bestrebt proaktiv zu erkennen wo jemand sein Geld verdient, auf die Pirsch geht, eben seine Interessen und Rechte wahrnehmen will. In der Regel haben sich hier positive Bilanzen ziehen lassen, was mir zeigt, dass ich meinem Ziel wohl auch recht nah komme. Im Zweifel hilft es miteinander zu reden! Damit das so bleibt an dieser Stelle der Hinweis an alle interessierten „Nachahmer“: Bitte achtet auf genau diese Aspekte bei eurem Tun! Es ist spannend, was sich manch einer hier herausnimmt und wie er/sie dann seinen Beobachtungsplatz verlässt… Das fällt dann leider auf uns alle zurück und daher bitte: Nehmt Rücksicht! Hier rechts ein paar Beispiele von Setups „zu Felde“. :-) In der Regel baue ich parallel verschiedene Setups auf. Beginnend mit einem simplen Fotostativ, gefolgt von einer Hauptoptik und oft abgerundet auch mit einem kleinen „Nebenschauplatz“. So wird es nie langweilig und man kann eine gute Nacht maximal nutzen. Es ist dann aber zeitweise tatsächlich recht anspruchsvoll, die verschiedenen Schauplätze parallel zu bedienen. Parallel die Umgebung im Auge behalten und eventuell Fragen beantworten ist dann eine echte Herausforderung! Im Video habe ich mal den Aufbau eines Standplatzes gezeigt. Hier kann man mal nachvollziehen, welcher logistische Aufwand hinter einem schönen Bild steckt. Aufgebaut habe ich hier einen Standplatz, an dem ich zunächst die Sonne beobachte und später dann umrüste auf Nachtbetrieb. Da Strom kostbar ist und nicht am Ende dann vor Beobachtungsende ausgehen soll, betreibe ich für diese Zwecke das Equipment mit leichten, flexiblen, mobilen Solarzellen. Überhaupt betreibe ich diese Hobby überwiegend klimaneutral mit Solargeneratoren und bin erfreut, wie gut das funktioniert. Eine konsequente Methode für ein Hobby, dass sich rundum mit dem Einfangen und Nutzen von Photonen unserer Sonne befasst. Merke: IMMER achtsam sein; Wenn sinnvoll ggf. parallel mehrere Setups managen; Wo möglich Solarenergie nutzen; Dann klappt das mit dem Feldastronom… ;-)